Gruna, Wanderung, der
An einem Sonntag, an dem die Zeit zäh wie Honig fließt und die vertrauten Wände zu drücken beginnen, beginnt eine Erkundung nicht in der Ferne, […] Mehr lesen
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Mit funkenfliegenden Grüßen und dem leisen Summen der Isolatorkristalle im Ohr,
Ihr Schmied der ungeschriebenen Schicksale und Konstrukteur verbotener Maschinen.
*Der geneigte Leser möge es verzeihen, dass wir nicht im Detail ausführen, welche Wolkenklippen, Gildendekrete oder technischen Spezifikationen im Laufe der bewegten Geschichte Aethelgards durch Dampfkriege, Gesellschaftsumbauten und mehrere Revisionen des offiziellen Luftfahrtkodex verloren gingen oder einer zensierenden Neubewertung unterzogen wurden.
Quellenangaben:
Inspiriert vom Geschmack der Höhenluft und dem Traum vom Sturm.
Deutsches Museum: Historische Dampfmaschinen
Technoseum: Fertigung und Technik
Spektrum: Wissenschaft der Wolken
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie
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An einem Sonntag, an dem die Zeit zäh wie Honig fließt und die vertrauten Wände zu drücken beginnen, beginnt eine Erkundung nicht in der Ferne, sondern direkt vor der Haustür. Dort, wo die Hepkestraße auf die Enderstraße trifft, hinter der glatten Fassade der Pegasus Residenz und dem stummen, ehemaligen Krankenkassengebäude - dessen Fenster heute auf Stofftiere und rätselhafte Stoffballen herabblicken, einen ganzen Stoffmond bergend -, verzweigt sich das Gewöhnliche. Ein Weg löst sich von der Bärensteiner Straße, lässt den Sportplatz links liegen und führt in ein anderes Dresden. Ein Dresden der unsichtbaren Grenzen und leisen Überreste. Es ist eine Route, die an Frauensteiner Platz und Zschirnsteinstraße vorbei in ein Labyrinth aus Hockstein- und Zirkelsteinstraße mündet. Ein Weg, der eine Wahl fordert: links nach Seidnitz oder geradeaus über die Brücke. Wer die Brücke wählt, betritt eine vergessene Zone. Der Grabenwinkel am Blasewitz-Grunaer Landgraben umschließt ein Geheimnis: die Schieferburg. Dieses Gebäude ist kein Haus im herkömmlichen Sinn. Es ist ein Ausbruch, eine architektonische Halluzination aus bunten Scherben und schiefen Türmen, die auf einer alten Bauschuttdeponie wurzelt. Was trieb die Erbauer an, hier, an diesem unscheinbaren Ort, ein Märchen aus Ziegel und Mörtel zu errichten? Und welches Echo ihrer Träume hallt noch heute in den Wänden nach, vermischt mit den Stimmen der Jugend, die hier nun einzieht? Der Weg führt weiter, an kleinen Brücken, vorbeilaufenden Hunden und trauerweidenumstandenen Ufern entlang, bis sich das Grün weitet. Der Rothermundtpark. Doch diese Idylle ist trügerisch. Unter den sanften Hügeln und gepflegten Wegen schlummern die Grundmauern einer verbrannten Villa und das verwitterte Gedächtnis eines Krieges. Der Park ist ein Palimpsest, auf den jede Epoche ihre eigenen Verheißungen und Traumata geschrieben hat. Wer hier spaziert, spaziert über Schichten unerzählter Geschichten. Diese Tour ist mehr als ein Spaziergang. Sie ist eine Einladung, die Oberfläche des Urbanen anzukratzen. Sie folgt der These, dass der größte Reichtum einer Stadt nicht in ihren Hauptattraktionen liegt, sondern in den Zwischenräumen, den Narben der Geschichte und den Orten stiller Verwandlung. Es ist eine Suche nach der Seele eines Stadtteils, die sich in der kathedralenhaften Stille eines Betriebshofs, im verschenkten Grün eines längst vergessenen Kommerzienrats und im kaleidoskopischen Licht eines Jugendzentrums offenbart. Was werden Sie finden, wenn Sie Ihren gewohnten Pfad verlassen und die erste unscheinbare Abzweigung nehmen? Welche verborgene Welt schlummert vielleicht nur einen Steinwurf von Ihrer eigenen Haustür entfernt? Ab Hepkestrasse Ecke Enderstraße, Neubau Pegasus Residenz an der Schmiedebergerstraße, rechts ehemalige Krankenkasse mit Eigentumswohnungen, Stofftiere und Stoff und Stoff Mond, Bärensteiner Straße, links Sportplatz, rechts zum Frauensteiner Platz, Ecke Zschirnsteinstraße, Hocksteinstraße, Zirkelsteinstraße, links führt ein Weg nach Seidnitz, geradeaus über die Brücke gehen, Grabenwinkel am […] Mehr lesen >>>
An einem gewöhnlichen Samstag, an dem der Nebel die Geräusche der Stadt zu verschlucken scheint, beginnt eine scheinbar einfache Handlung: ein Spaziergang. Doch dieser Weg durch die Friedrichstadt ist keine Flucht aus dem Alltag, sondern ein Eintauchen in eine andere Dimension derselben Straßen. Es ist die Suche nach dem Puls, der unter dem Asphalt schlägt, nach den Gespenstern, die nicht in Gruselgeschichten, sondern in Backsteinfassaden und vergessenen Denkmälern wohnen. Hier ist nichts bloß Zufall, jedes Detail ein versehentlich preisgegebenes Geheimnis. Die Reise startet an einem kalten Auge aus Metall und Glas, einem Periskop, das keinen Feind, sondern nur verborgene Innenhöfe erspäht - eine erste Andeutung, dass in dieser Stadt die Beobachtung selbst zur rätselhaften Handlung wird. Der Weg folgt den Spuren eines Mannes, der einst auf dem Pferd nach England ritt, während andere Kutschen nahmen, und führt vorbei an stummen, gläsernen Arenen des Spektakels. Doch das wahre Schauspiel beginnt, wenn der Duft des Flusses abrupt von einer Wolke aus Fett und Karamell überrollt wird: ein Volksfest als sinnliche Falle, ein Tumult aus Licht und Gelächter, der eine grundlegendere Frage verbirgt. Was sucht ein Mensch eigentlich in solchem Trubel? Und was findet er, wenn er ihn wieder verlässt? Die wahre Verwirrung aber, der magnetische Pol dieser Wanderung, erscheint an der Weißeritzstraße. Das sieht aus wie ein kolossaler Fehler der Geschichte, oder eine architektonische Halluzination. Eine Moschee, die nie eine war. Ihr Gründer, ein Mann namens Hugo Zietz, befahl einst den Bau eines "Palastes aus Rauch" und engagierte dafür einen Architekten, dessen späterer Schatten tief und bedrohend über dem 20. Jahrhundert liegen würde. War dies genialer Wahnsinn oder ein prophetischer Akt der Tarnung? Das Gebäude, ein Schauspieler mit vielen Rollen - Fabrik, Kriegsopfer, DDR-Bürokratenfestung, heutiges Bürohaus - scheint das absurde Wesen der Stadt selbst in Stein und Glas zu pressen. Es ist ein Monument, das lügt, um die Wahrheit zu sagen. Der Spaziergänger steht schließlich davor, gefangen zwischen dem ferneren Echo des Rummelplatzes und der stillen Autorität dieser Kuppel. Die Geschichte hat ihn hierhergeführt, an diesen Ort der Widersprüche. Doch die letzte und persönlichste Frage stellt sich erst, als die Rückfahrt angetreten wird: Wer verlässt diesen Stadtteil eigentlich? Derselbe, der ihn betrat, oder jemand, der nun die unmerklichen Risse in der Fassade der Welt kennt? Die größte Entdeckung wartet nicht in den Steinen, sondern in der Stille nach dem letzten Kapitel, wenn die eigene Leere plötzlich nachhallt von all den gehörten, aber nicht entschlüsselten Geschichten. […] Mehr lesen >>>
Die Seevorstadt oder Seetorvorstadt ist eine Vorstadt der Stadt Dresden, die sich im Ortsamtsbereich Altstadt befindet. Sie umfasst die statistischen Stadtteile Wilsdruffer Vorstadt, Seevorstadt-West und Seevorstadt-Ost sowie den Großen Garten. Die Seevorstadt liegt in der Gemarkung Altstadt I. In diesem Gebiet befinden sich die Haupteinkaufsmeile Prager Straße und an deren Ende der Wiener Platz sowie der Hauptbahnhof. Der Name Seevorstadt leitet sich von einer Anzahl von Seen ab, die südlich des Wassergrabens der Dresdner Stadtbefestigung vorgelagert waren. Dazu gehörte der vom Kaitzbach gespeiste Judenteich. Diese Wasserflächen gehen auf das ehemalige Bett des Kaitzbaches zurück, dessen ursprüngliche Mündung westlich der Altstadt in geringer Entfernung der einstmaligen Weißeritzmündung lag. Die Seen wurden im späten Mittelalter trockengelegt. Das südliche Tor in der Dresdner Stadtbefestigung war das Seetor, zu dem vom Altmarkt aus die Seestraße führt. Einstmals gehörten sogar Teile der Südvorstadt zur Seevorstadt. Im 19. Jahrhundert entstand nach der Parzellierung des de Villers'schen Besitzes ab 1838 in der östlichen Seevorstadt auf dem Grundstück des Gartens und des angrenzenden Vorwerks des Palais Moszinska das Englische Viertel. Durch die Luftangriffe auf Dresden und die Enttrümmerung der Stadt wurde nahezu das gesamte Viertel zerstört. Die 1874 erbaute Villa Salzburg in der Tiergartenstraße gegenüber dem Haupteingang des Dresdner Zoos stellt heute das letzte Gebäude des Englischen Viertels dar, obwohl sie geografisch nicht zur Seevorstadt, sondern zum benachbarten Stadtteil Strehlen gehört. Eine mögliche Route führt von der Haltestelle Deutsches Hygiene-Museum, vorbei am Hotel Dorint Grunaer Straße Ecke Blücherstraße, in Richtung Hygiene-Museum. Von dort geht es an der Bürgerwiese entlang bis zur Parkstraße (dies ist ein möglicher Nordic-Walker Walk durch die Bürgerwiese). Eine andere Option ist, von der Lindengasse links in südliche Richtung abzubiegen. Oder vom Hauptbahnhof zur Wielandstraße und dann links zur Bayerischen Straße. Am Hauptbahnhof befindet sich ein Schokoladengeschäft, wo man eine Mandel in Nougat bekommt. […] Mehr lesen >>>
Nebelschwaden dringen über Dächer, in Gassen, in Gedanken. Die Dunkelheit eines Ortes, den niemand benennen kann, beginnt dort, wo ein Erwachen geschieht, das keines […]
Fröhlich und guter Dinge, sich des Wiedersehens der geliebten Familie im voraus freuend, sieht man im Spätherbst täglich Haufen von Seeleuten in Rostock aus dem […]
den er zu ersteigen vorhatte, und auf den er geraden Weges zuging. Der bis hierher wenig unebene, erst sumpfige, dann trockene und sandige Boden zeigte nun eine sanfte […]