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Im Garten der gefrorenen

Tief im verschwiegenen Herzen des Winterwaldes, wo das Licht milchig durch eisbeladene Zweige sickert und die Stille eine eigene, atemlose Stimme hat, […] Mehr lesen

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Das Buch der

Im Herzen der Stadt existiert ein Park, den die Zeit vergessen hat. Dort, wo morgens das Licht durch das Blätterdach der alten Platane fällt und […] Mehr lesen

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Das Echo zwischen den

Die Stille eines verlassenen Strandhauses im tiefsten Winter trügt. Sie ist kein leerer Zustand, sondern ein vollgesogenes Schwammtuch, getränkt mit […] Mehr lesen

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Kampf gegen das Dunkel des Lebens und die Suche nach dem Sinn.

Ein Schatten tanzt auf dem leeren Papier.

Die Tinte unter meinen Fingernägeln ist der einzige Beweis für den Handel, den ich vor Jahren in einer Nacht voller Hybris geschlossen habe. Ich sitze am Fenster und betrachte meine Hände, diese fremden Werkzeuge, die ich dem blinden Ehrgeiz geopfert habe. Man sagt, der Teufel kommt mit Schwefel, Rauch und großem Getöse, aber zu mir kam er leise, mit einem eleganten Füllfederhalter und dem flüsternden Versprechen von Unsterblichkeit. Ich wollte schreiben, wollte die Welt in Worte fassen, bis sie sich mir ergibt und ich ihr Herrscher bin. Doch heute ist das Papier vor mir leerer als das Universum vor dem Urknall, und das Weiß des Blattes brennt in meinen Augen. In meiner Brust herrscht eine Stille, die weh tut, eine Leere, die kein Adjektiv füllen kann. Ich bin ein Unkraut in einem gepflegten englischen Garten, ein systemischer Fehler in der Ordnung der Natur. Die anderen um mich herum wachsen, blühen, tragen Früchte und welken in Würde. Ich verbrauche nur Platz, Zeit und Licht. Mein Pakt war ein Betrug, nicht vom Teufel an mir, sondern von mir an mir selbst. Ich habe meine Seele verkauft und dafür nur die handwerkliche Unfähigkeit erhalten, das Einfache zu genießen.

Der Fruehling traegt ein Gewand aus Neid.

Draußen vor dem Fenster explodiert der Frühling in einer unerträglichen, fast aggressiven Arroganz aus Grün. Die Felder der Nachbarn strotzen vor Kraft, der Weizen steht stramm wie eine Armee, bereit für den unvermeidlichen Sieg der Ernte im Spätsommer. Ich sehe den Bauern auf seinem Traktor, ein Mann, der die Erde nicht nur bearbeitet, sondern sie versteht und von ihr verstanden wird. Sein Glück ist greifbar, massiv und schwer; es riecht, selbst bis hierher, nach Diesel, Schweiß und frisch gewendeter, feuchter Erde. Für mich bleibt dieser sinnliche Zugang verschlossen, versiegelt durch meinen Intellekt. Ich blicke auf die Reben am Hang, die schwer von Trauben hängen, und spüre den phantomschmerzartigen Durst einer vertrockneten Wurzel, die kein Wasser mehr aufnehmen kann. Gott hat seine Lieblinge, und er hat seine Zuschauer. Ich gehöre zu den ewigen Zuschauern, die in der ersten Reihe sitzen, das Programmheft auswendig kennen, aber das Stück auf der Bühne nicht verstehen. Es ist keine verschlüsselte Botschaft, die man entschlüsseln müsste. Es ist eine Sprache des Lebens, die ich nie gelernt habe, weil ich zu beschäftigt war, meine eigene künstliche Grammatik zu erfinden.

Die Strasse fluestert von der Freiheit.

Der Zündschlüssel dreht sich im Schloss und der Motor verschluckt mein schweres Seufzen mit einem beruhigenden, mechanischen Brummen. Ich muss hier weg, muss fliehen vor der stummen Anklage der fruchtbaren Felder und dem Vorwurf des leeren Papiers. Das Auto ist mein Kokon, eine hermetische Kapsel aus Stahl und Glas, die mich von der Welt trennt und mich doch sicher durch sie hindurch bewegt. Ich fahre ohne Ziel, lasse den grauen Asphalt unter mir wegfließen wie einen reißenden Fluss. Das Lenkrad liegt kühl und griffig in meinen Händen, eine Verbindung zur Realität, die ich kontrollieren kann. Fahren ist so viel einfacher als Leben. Man muss nur die Spur halten, den Blick nach vorne richten und ab und zu bremsen, wenn die Welt zu nah kommt. Der Wind zerrt an den Dichtungen der Fenster, will hinein, will mir chaotische Geschichten vom echten Leben erzählen, die ich nicht hören will. Die Landschaft zieht vorbei, ein unscharfer, beschleunigter Film, den ich schon zu oft gesehen habe. Ich bin ein Flüchtling vor meiner eigenen Bedeutungslosigkeit auf der A3 des Daseins.

Das flackernde Versprechen der Zahlen.

Ein flackerndes, rastloses Neonschild durchschneidet das violette Dämmerlicht und fordert mit brutaler Hässlichkeit Aufmerksamkeit. Es steht am Rand einer Straße, die schon lange keine wichtigen Reisenden mehr gesehen hat und deren Asphalt rissig ist wie alte Haut. „Rechnen lernen“ steht dort in roten Buchstaben, von denen das ‚L‘ immer wieder aussetzt, dunkel bleibt und dem Wort eine unfreiwillige Komik verleiht. Ich trete abrupt auf die Bremse. Die Reifen knirschen protestierend auf dem groben Kies des Parkplatzes. Vor mir ragt ein Gebäude auf, das seine besten Jahre nicht nur hinter sich hat, sondern sie wahrscheinlich schon vor Jahrzehnten vergessen hat. Der Putz blättert ab wie die Haut nach einem schlimmen Sonnenbrand und offenbart das nackte Mauerwerk darunter. Es ist ein Ort des Verfalls, ein Denkmal der Vergänglichkeit, und doch brennt warmes, gelbes Licht in den Fenstern des Erdgeschosses. Eine seltsame, fast magnetische Anziehungskraft geht von diesem trostlosen Kasten aus. Es ist der Magnetismus des Scheiterns, der mich ruft, weil ich seine Frequenz kenne. Ich schalte den Motor aus. Die Stille kehrt zurück, schwerer und erwartungsvoller als zuvor.

Der Geruch von Kreide und Vergessen.

Der intensive Geruch von Kreidestaub, bohnerwachsversiegeltem Boden und feuchtem alten Papier schlägt mir entgegen, als ich die schwere Holztür aufdrücke. Der Flur ist nur erbärmlich beleuchtet, die Schatten tanzen in den Ecken, und die Dielen knarren unter meinen vorsichtigen Schritten, wollen meine Ankunft an das ganze Haus verraten. Niemand kommt mir entgegen, kein Empfang, keine Warnung. Aus einem Raum am Ende des langen Ganges dringt ein leises, rhythmisches Murmeln, ein monotones Geräusch, das an Gebete in einer vergessenen Kathedrale erinnert. Ich gehe darauf zu, angezogen wie eine Motte vom Licht. Die Luft hier drinnen steht still, konserviert die Anstrengungen und den Angstschweiß vergangener Jahrzehnte. An den Wänden hängen vergilbte Landkarten von Ländern, die es politisch nicht mehr gibt, deren Grenzen längst neu gezogen wurden. Ich bin ein Eindringling in einem Museum der vergeblichen Mühe, ein Zeitreisender ohne Ticket. Meine Hand legt sich auf die kühle, abgegriffene Klinke der Klassenzimmertür. Ich atme tief ein und drücke sie herunter.

Sieben Ruecken beugen sich dem Schicksal.

Sieben Rücken krümmen sich in demütiger Haltung über Tischen, die für diese erwachsenen Körper viel zu klein sind. Niemand sieht auf, als ich eintrete. Die Konzentration im Raum ist so dicht, so körperlich spürbar, dass man sie beinahe mit einem Messer schneiden könnte. Männer und Frauen, ihre Gesichter tief gezeichnet von der Härte des Alltags und der Scham des Nichtwissens, starren auf Blätter voller tanzender Zahlen. Ich sehe Schweißperlen auf gerunzelten Stirnen, sehe arbeitende Hände mit schwieligen Fingern, die billige Stifte umklammern, als wären es die letzten Rettungsringe in einer stürmischen See. Ein Mann in der ersten Reihe, dessen Schultern unter einer unsichtbaren Last hängen, radiert so heftig, dass das dünne Papier unter seinem verzweifelten Druck nachgibt und reißt. Sein tiefer Seufzer ist der reine Klang existenzieller Verzweiflung. Sie versuchen, das Rätsel der Mathematik zu lösen, aber die Zahlen sind ihre Feinde, kleine Monster aus Tinte. Sie kämpfen einen stillen Krieg, den sie mit jeder falschen Summe verlieren. Ich stehe im Türrahmen und erkenne mich selbst in ihnen wieder. Sie sind wie ich. Unkraut auf dem Feld der Logik.

Die weisse Kreide bricht den Bann.

Ich nehme die weiße Kreide aus der rinnenden, zitternden Hand des Mannes in der ersten Reihe, ohne ein einziges Wort zu sagen. Er zuckt heftig zusammen, blickt erschrocken auf, reine Angst und tiefe Scham in den weit aufgerissenen Augen. Ich trete an die Tafel, die wie ein schwarzes Loch den Raum dominiert. Die Zahlen dort sind ein einziges Chaos, ein wirres Labyrinth ohne Ausgang, gezeichnet von Panik. Ich wische es weg. Der Schwamm hinterlässt eine feuchte, dunkle Spur, auf der ich neu beginne. Ich schreibe eine einfache, klare Gleichung. Ich erkläre nicht die akademische Regel, ich zeige das zugrundeliegende Muster. Mathematik ist keine dunkle Magie für Eingeweihte, sie ist ein Rhythmus, ein Taktschlag der Welt. Ich zerlege die große, bedrohliche Aufgabe in kleine, harmlose Schritte, die jeder gehen kann. Plötzlich hebt sich im Raum ein Kopf nach dem anderen. Die Stirnen glätten sich, die Körper entspannen sich. In den Augen des Mannes vor mir entzündet sich ein Funke. Es ist nicht das grelle Feuer des Genies, es ist die warme, stetige Glut des Verstehens. Er nickt langsam. Er hat es begriffen. Die Welt ist wieder logisch.

Worte finden den Weg durch die Angst.

Ein schmerzhaftes Stottern bricht die andächtige Stille im hinteren Teil des Raumes, als eine junge Frau versucht, eine Frage zu formulieren. Die Worte bleiben ihr im Hals stecken, blockiert von der massiven Angst, dumm zu wirken und abgelehnt zu werden. Sie kämpft mit ihrer eigenen Zunge. Ich gehe langsam zu ihr durch die Bankreihen. Sprechen ist wie Fahren im dichten Verkehr: Man darf nicht starr auf das Hindernis blicken, sondern muss die Lücke fixieren, durch die man hindurch will. Ich lege meine Hand kurz auf ihren Tisch, eine Geste der Ruhe. Ich gebe ihr die Wörter nicht vor, ich fülle ihre Pausen nicht aus. Ich baue ihr eine Brücke aus geduldiger Stille, über die sie in ihrem eigenen Tempo gehen kann. Sie atmet tief ein, sammelt sich. Sie formt den Satz in ihrem Kopf neu, einfach und klar, befreit vom Ballast der Schnörkel. Ihre Stimme gewinnt an Festigkeit, der Klang wird voller. Sie spricht. Und indem sie spricht, verwandelt sie ihre unsichtbare Unsicherheit in hörbare Präsenz. Ich sehe, wie ihre Haltung sich strafft, wie sie wächst. Worte sind Werkzeuge, um die Welt zu greifen, und ich habe ihr gerade gezeigt, wie man den Griff festigt.

Zuehoeren mit den Augen am Regal.

In der dunkelsten Ecke des Raumes steht ein wackeliges Regal, das unter der Last vergessener Geschichten ächzt. Ein älterer Herr mit dicker Brille starrt auf den Buchrücken eines einfachen Romans, als wäre es ein verschlossener Tresor aus Stahl, zu dem er den Code verloren hat. Er streicht über den Einband, traut sich aber nicht, ihn zu öffnen. Ich ziehe das Buch heraus. Es riecht nach Vanille, Staub und konservierter Zeit. „Lesen“, sage ich leise zu ihm, „ist nichts anderes als Zuhören mit den Augen.“ Ich schlage die erste Seite auf und lege das Buch zwischen uns. Ich lese nicht vor wie ein Lehrer. Ich zeige ihm, wie die Buchstaben sich zu Bildern formen, wie das schwarze, tote Gekritzel zu einer lebendigen Landschaft wird, zu Gefühlen, zu Menschen aus Fleisch und Blut. Wir entziffern gemeinsam den ersten Absatz, Wort für Wort, Satz für Satz. Der Mann lächelt plötzlich, ein Lächeln, das sein ganzes Gesicht verändert. Er ist nicht mehr in diesem staubigen, engen Raum. Er ist in der Geschichte. Die Welt hat sich für ihn in diesem Moment verdoppelt. Er hat den Schlüssel gefunden, der die ganze Zeit in seiner Tasche lag.

Die Pause wird zum Anker der Seele.

Eine Pause entsteht, als ob das Gebäude selbst einmal tief Luft holen müsste. Wir sitzen zusammen auf den alten Tischen, die Hierarchie zwischen Lehrendem und Lernenden hat sich aufgelöst. Jemand hat eine Thermoskanne hervorgeholt, der Kaffee darin ist bitter und schwarz, aber er schmeckt herrlich nach Gemeinschaft. Wir brechen Brot, metaphorisch und wortwörtlich, teilen Kekse und Geschichten. In diesem Moment des Innehaltens geschieht das eigentliche Lernen. Es ist nicht der Stoff an der Tafel, der zählt, sondern das Gefühl, nicht allein zu sein mit seiner Unzulänglichkeit. Ich sehe in ihre Gesichter und sehe keine Schüler mehr, sondern Verbündete im Kampf gegen das Dunkel des Unwissens. Die Anspannung ist aus ihren Schultern gewichen. Sie lachen, und das Lachen hallt von den Wänden wider, vertreibt die Geister des Scheiterns. Ich trinke den heißen Kaffee und spüre, wie eine Wärme in mir aufsteigt, die nichts mit der Flüssigkeit zu tun hat. Es ist die Wärme der Nützlichkeit. Ich bin kein überflüssiges Ornament mehr. Ich bin ein notwendiges Glied in einer Kette.

Kein Wein am Rebenstock der Träume.

Mein Pakt mit dem Teufel war in Wahrheit nie ein metaphysischer Handel, sondern ein Vertrag mit meiner eigenen, grenzenlosen Eitelkeit. Ich dachte immer, Schreiben bedeutet, etwas Monumentales zu erschaffen, das mich unsterblich macht und über die Masse hebt. Ich wollte bewundert werden, nicht verstanden. Aber hier, in diesem schäbigen Raum voller gescheiterter Schüler, erkenne ich meinen fundamentalen Irrtum. Der Sinn liegt nicht im einsamen Erschaffen von Kunst für die Ewigkeit. Er liegt im direkten Weitergeben von Werkzeugen für den Augenblick. Ich brauche keinen Wein am Rebenstock, um satt zu werden. Ich brauche kein eigenes Getreide auf dem Feld. Mein Acker sind diese Köpfe hier vor mir. Meine Saat sind die kleinen Aha-Momente, wenn eine Rechnung aufgeht, ein Satz gelingt oder ein Wort ausgesprochen wird. Ich bin kein Unkraut. Ich bin der Gärtner, der den anderen beim Wachsen hilft, damit sie nicht überwuchert werden. Der Teufel hat keine Macht hier in diesem Klassenzimmer. Hier regieren Geduld und Menschlichkeit.

Die Scheinwerfer schneiden das Dunkel.

Die Nacht hat sich mittlerweile fest und schwer über das Land gelegt und hüllt das alte Gebäude in einen schützenden schwarzen Mantel. Der Unterricht ist vorbei. Die Schüler haben das Haus verlassen, nicht jubelnd wie Lottogewinner, aber aufrecht und mit einem neuen Gang. Ihre Schritte auf dem Kies des Parkplatzes klangen anders als bei meiner Ankunft – fester, rhythmischer, zielgerichteter. Ich sitze wieder in meinem Auto, die Hände ruhen auf dem Lenkrad. Der Motor läuft noch nicht. Ich genieße die Dunkelheit um mich herum. Sie ist nicht mehr bedrohlich oder leer. Sie ist einfach nur die physikalische Abwesenheit von Licht, und Licht kann man machen, wenn man weiß, wo der Schalter ist. Ich habe heute Licht gemacht. Ein kleines, vielleicht flackerndes Licht in sieben Köpfen. Das reicht. Das reicht völlig aus für ein einziges Leben. Ich drehe den Zündschlüssel. Die Scheinwerfer schneiden eine helle, klare Schneise in die Nacht, die mir den Weg weist.

Das verzeihende Gold eines Morgens.

Der nächste Morgen taucht die Welt in ein sanftes, verzeihendes Gold, das jeden Zweifel wegwäscht. Ich fahre denselben Weg zurück, vorbei an den saftigen Feldern und den grünen Weiden, die mich gestern noch verspottet haben. Sie sehen anders aus heute. Sie sind keine Anklage mehr gegen mein Unvermögen. Sie sind einfach nur Felder, Biologie, Natur. Der Weizen wächst, weil es seine innere Natur ist, zu wachsen. Ich fahre, weil es meine Natur ist, mich zu bewegen und Wissen zu transportieren. Ich blicke auf den Horizont, der sich scharf gegen den blauen Himmel abzeichnet. Er ist keine Grenze mehr, die mich einsperrt, sondern eine Linie, die ich jederzeit überschreiten kann. Ich habe verstanden, dass man das Leben nicht „knacken“ muss wie einen feindlichen Code im Krieg. Man muss es lernen, geduldig, Schritt für Schritt, Tag für Tag. Lesen. Schreiben. Rechnen. Sprechen. Fahren. Die elementaren Grundtechniken des Daseins. Ich habe sie gemeistert, nicht um sie egoistisch zu besitzen, sondern um sie großzügig zu teilen.

Die reichste Ernte ist ein Verstehen.

Ich bin einer von denen, die atmen und endlich wissen, warum sie die Luft verbrauchen. Das Unkraut in meinem Kopf, das mich so lange gewürgt hat, ist verwelkt und zu Humus geworden. An seiner Stelle wächst etwas Neues, Robustes, das keine prächtigen Blüten braucht, um wertvoll zu sein. Ich brauche keinen Ruhm auf den Bestsellerlisten. Ich brauche keine großen Dramen und keine Tragödien. Ich brauche nur eine abgewischte Tafel, ein Stück weiße Kreide und jemanden, der mich mit offenen Augen fragt: „Wie geht das?“ Das ist meine Ernte. Und sie ist reichlicher und süßer, als ich es in meinen kühnsten Träumen vom großen Roman je zu hoffen gewagt hätte.


In herzlicher Verbundenheit mit allen Suchenden und Zweiflern,
Ihr Gärtner der Erkenntnis und reisender Mechaniker der menschlichen Logik.

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*Der geneigte Leser möge milde gestimmt entschuldigen, dass wir hier verschweigen, welche Gebäude, Straßennamen und einst so stolzen Ideale im Mahlwerk der Zeiten, durch die Wirren zweier Weltkriege, die graue Monotonie einer planwirtschaftlichen Ordnung und die erbarmungslose Kälte moderner Bildungsstatistiken verloren gingen oder ihre Bedeutung verloren. In einer Welt, die sich ständig neu buchstabiert und dabei doch oft nur dieselben alten Fehler in neue Rechtschreibreformen gießt, bleibt das Lehren des Einfachen die einzige Konstante, die weder durch Abrissbirnen noch durch neue Lehrpläne zum Einsturz gebracht werden kann.

Quellenangaben:
Inspiriert von einem kaputten Neonschild.
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Deutscher Volkshochschul-Verband – vhs-Lernportal
Mein Schlüssel zur Welt – Initiative für Grundbildung
Meyers Konversations-Lexikon 3. Auflage 1874 - 1884
Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

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Im Garten der gefrorenen Träume wartet ein Schlitten vorm Haus

Tief im verschwiegenen Herzen des Winterwaldes, wo das Licht milchig durch eisbeladene Zweige sickert und die Stille eine eigene, atemlose Stimme hat, steht ein Wächter aus vergangenem Holz und Erz. Sein Dasein ist ein langsamer Traum, geprägt von Jahresringen aus Frost und dem flüsternden Ruf des Nordlichts, das ihn einst mit Bewusstsein tränkte. Er wartet. Nicht auf irgendjemanden. Auf den richtigen Atemzug, den leisen Herzschlag, der das Gleichgewicht einer jahrhundertealten Ordnung bestätigen - oder für immer stören könnte. In dieser Saison ist der Ruf über der Schwelle eines winzigen Hauses verklungen, wo Neugier wohnt und ein winziges Wesen den Duft von Abenteuern in der kalten Luft wittert. Doch der Wald hütet mehr als nur schlafende Geheimnisse. Zwei schneeweiße Schatten, stumm und mit Augen wie poliertes Eis, beobachten das Erwachen des Wächters. Ihre Anwesenheit ist ein Rätsel, das selbst die alten Wurzeln nicht zu deuten wissen. Sie folgen der ersten, glucksenden Fahrt durch verschneite Täler, eine Reise in eine Welt, wo Bäume Diamantmantel tragen und die Luft nach purem Zauber schmeckt. Es ist eine Freude, so blendend und kalt, dass sie beinahe schmerzt. Bis alles jäh erstirbt. Mitten in der unberührten Weiße stoppt der Schlitten. Er lässt sein kleines Gegenüber allein zurück, versinkend in der grenzenlosen Stille, und zieht sich zurück, als hätte er einen unheilvollen Fehler erkannt. Die weißen Wächter bleiben, nur um sich gleich darauf in Nichts aufzulösen. Zurück bleibt die eiskalte Erkenntnis der Verlassenheit und eine Frage, die wie ein Eissplitter im Herzen sitzt: War diese Einladung ein Geschenk oder eine Falle? War man Passagier oder Opfer? Die Antwort liegt versteckt im Gewirr misstrauischer Blicke der Waldältesten, im Zischen eines Dachses, der von gestörter Balance und hungrigen Geistern des Schnees spricht. Sie pulsiert in der verbotenen Höhle des Nordlichts, wo neben den Kufenspuren des Schlittens die gespenstischen Abdrücke von Katzenpfoten in den Schnee geprägt sind. Der Schlitten hat eine Pflicht, die weit über eine vergnügliche Ausfahrt hinausgeht. Und die beiden weißen Wesen scheinen sie zu kennen. Als die mühsame Heimkehr endlich gelingt, findet sich das Rätsel neu zusammengesetzt vor der eigenen Haustür: Der Schlitten wartet. Und auf seinem Sitz, zu einem friedvoll scheinenden, flauschigen Knäuel verschlungen, schlummern die beiden Kätzchen. Ihr Schnurren klingt nach Heimkehr, doch ihr Geheimnis atmet die Kälte der unergründlichen Tiefe. Die eigentliche Reise hat gerade erst begonnen. […] Mehr lesen >>>


Das Buch der unsichtbaren Dinge wie Vergangenheit, Erinnerung und der Flüchtigkeit der Zeit.

Im Herzen der Stadt existiert ein Park, den die Zeit vergessen hat. Dort, wo morgens das Licht durch das Blätterdach der alten Platane fällt und Tauperlen auf den Holzbänken glitzern, beginnt eine Begegnung, die alle Gesetze der Realität in Frage stellt. Eine Frau in grauem Mantel erscheint, deren Anwesenheit sich wie ein Hauch von Vergangenheit und Zukunft zugleich anfühlt. Sie hinterlässt ein Buch ohne Titel, gefüllt mit intimen Details eines fremden Lebens - Details, die niemand kennen dürfte außer der Person selbst. Was folgt, ist eine Reise durch verborgene Winkel der Stadt: ein Friedhof, der mehr verbirgt als Gräber, ein Haus, das nur für einen Augenblick existiert, und eine Bibliothek, in der verlorene Dinge auf ihre Wiederentdeckung warten. Jede Begegnung mit der rätselhaften Frau wirft neue Fragen auf und lässt alte Gewissheiten zerbröckeln. Sie scheint Zugang zu Wissen zu haben, das jenseits von Raum und Zeit liegt, und führt ihren Begleiter immer tiefer in ein Labyrinth aus Erinnerungen, die nicht seine eigenen sein können - oder doch? Die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Imagination verschwimmen, als sich zeigt, dass manche Verbindungen nicht von dieser Welt zu sein scheinen. Ist sie eine Hüterin vergessener Geschichten? Eine Botin aus einer anderen Dimension? Oder vielleicht eine Projektion sehnlicher Wünsche? Die Antworten liegen versteckt zwischen den Zeilen des blauen Buches und in den flüchtigen Berührungen der Morgendämmerung. Just als sich das Geheimnis zu enthüllen scheint, löst sich die Frau im Licht auf und hinterlässt nur eine letzte, rätselhafte Botschaft: dass das Ende in Wahrheit ein Anfang ist. Doch was beginnt da eigentlich? Und warum fühlt sich diese bevorstehende Zukunft wie eine längst vergessene Erinnerung an? […] Mehr lesen >>>


Das Echo zwischen den Jahreszeiten, Tageslauf, zerhackte Sternbilder

Die Stille eines verlassenen Strandhauses im tiefsten Winter trügt. Sie ist kein leerer Zustand, sondern ein vollgesogenes Schwammtuch, getränkt mit dem Nachhall aller vergangenen Sommer, dem Salz aller Tränen und dem unerledigten Werk eines genialischen, scheiternden Vaters. Hier, wo der Schnee die Fußspuren der Lebenden bedeckt, beginnen die Spuren der Gefühle zu leuchten. Was als einfache Erbschaft beginnt - ein Haus, ein paar Möbel, eine Schachtel Papiere - entpuppt sich als das Gegenteil eines Abschieds: eine Einladung. Eine Einladung in ein Labyrinth, das nicht aus Stein, sondern aus konservierten Sekunden gebaut ist. Versteckt in der Dunkelheit unter einer Treppe wartet kein Schmuck, kein Geld. Es ist ein Artefakt, das nicht in diese Zeit zu gehören scheint: ein schmuckloses Gerät, dessen einziges Lebenszeichen das stetige, blaue Pulsieren einer kleinen LED ist. Es ist die Tür zu einem Archiv, das die Regeln von Raum und Zeit ignoriert. Hier werden nicht Fotos gespeichert oder Tagebücher digitalisiert. Hier wurde etwas viel Intimeres, viel Gefährlicheres eingefangen. Die sinnliche Essenz eines Ortes, sein Gefühlstemperatur, sein emotionales Gewicht - heruntergeladene Erinnerung, so echt, dass sie die Haut zum Brennen bringt. Doch in diesem perfekten digitalen Gedächtnis lauert eine Korruption. Eine zweite, verstörende Aufnahme, ein winterlicher Datensatz, der nicht von Sonnencreme und Lachen, sondern von eisiger Verzweiflung und panischem Rufen erzählt. Diese Datei ist kein passives Andenken. Sie ist lebendig, infektiös und hungrig. Sie beginnt, aus ihrem Gefängnis aus Nullen und Einsen auszubrechen und die reale Welt zu infizieren. Plötzlich duftet das froststarre Wohnzimmer nach zartrosa Frühlingsblüten. Fußspuren im Schnee verlaufen rückwärts. Die feste Grenze zwischen Damals und Jetzt, zwischen warm und kalt, beginnt zu flackern wie ein schlechter Empfang. Die junge Frau, die dies geerbt hat, steht vor einer unmöglichen Wahl. Sie kann das Werk ihres Vaters zerstören, diese geisterhafte Störung löschen und die Welt zurück in eine logische, stille Winterlandschaft zwingen. Oder sie kann das Undenkbare wagen: nicht löschen, sondern heilen. Sie muss einen neuen Download wagen, eine neue Erinnerung erschaffen aus dem Stoff der Gegenwart - aus Akzeptanz, aus friedlicher Stille, aus ihrem eigenen, geläuterten Schmerz. Es ist ein Kampf um die Vorherrschaft über die Vergangenheit. Ein Kampf, bei dem die Waffe ein Scanner und das Schlachtfeld die eigene Seele ist. Wird sie die korrupte Erinnerung überschreiben können, oder wird die Vergangenheit am Ende sie und die Realität um sie herum für immer überschreiben? […] Mehr lesen >>>


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